Hochtaunus

Der Hochtaunuskreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Darmstadt in Hessen in Deutschland. Kreisstadt ist Bad Homburg vor der Höhe (amtlich Bad Homburg v. d. Höhe). Benachbart sind der Lahn-Dill-Kreis, der Wetteraukreis, die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, der Main-Taunus-Kreis, der Rheingau-Taunus-Kreis und der Landkreis Limburg-Weilburg.

Bekannt ist der Hochtaunuskreis für seine Immobilien mit sehr hohem Mietniveau sowie für den höchsten Kaufkraftindex aller Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland. Der Kaufkraftindex beziffert sich im Jahr 2011 auf 145,2 %, der Bundesdurchschnitt beträgt 100 %. Die höchsten Kaufkraftindexzahlen im Hochtaunuskreis haben die Städte Königstein im Taunus (ca. 191 %) und Kronberg im Taunus (ca. 180 %).

Der Hochtaunuskreis liegt fast vollständig im Taunus, während sein Vorland mit den „Taunusrandstädten“ Bad Homburg vor der Höhe, Oberursel (Taunus), Friedrichsdorf, Kronberg im Taunus und Königstein im Taunus im Süden, die bereits zur Stadtregion Frankfurt gehören, in die Oberrheinische Tiefebene und im Osten in die Wetterau übergeht. Die höchste Erhebung ist der Große Feldberg (881 m), die tiefste Stelle des Kreises befindet sich bei Ober-Erlenbach, Stadt Bad Homburg vor der Höhe (130 m). Der Hochtaunuskreis wird gerne in Vorder- und Hintertaunus unterteilt, wobei der Vordertaunus der Frankfurt zugewandten Seite entspricht (vor der Höhe) und der Hintertaunus, welcher gerne als Frankfurter Naherholungsgebiet genutzt wird, sich auf der anderen Seite des Taunushauptkamms befindet.

Das heutige Kreisgebiet gehörte im Mittelalter zu verschiedenen Herrschaften, zu Kurmainz, den Herren von Kronberg oder zu Eppstein. Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte der südliche Teil zur Landgrafschaft Hessen-Homburg, der nördliche Teil zum Fürstentum, später Herzogtum Nassau. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 entstanden aus Hessen-Homburg und dem nassauischen Amt Königstein der Obertaunuskreis (Sitz Bad Homburg) und im Hintertaunus der Landkreis Usingen (1. April 1886). Beide gehörten zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.

1919 wurde der französisch besetzte Teil des Obertaunuskreises – das ehemals nassauische „Amt Königstein“ – abgetrennt und als „Hilfskreis Königstein“ eingerichtet. Erst am 1. Oktober 1928 – nach dem Abzug der französischen Besatzungstruppen – kehrte er zum Obertaunuskreis zurück.

Aufgrund der preußischen Sparverordnungen wurde am 1. August 1932 der Kreis Usingen aufgelöst. Teile des Kreises fielen an die benachbarten Landkreise Wetzlar, Oberlahn und Untertaunus, der Löwenanteil jedoch an den Obertaunuskreis. Schon ein Jahr später (1. Oktober 1933) wurde auf Betreiben der örtlichen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) der Landkreis Usingen wieder hergestellt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden diese beiden flächenkleinsten Landkreise Hessens mit Wirkung vom 1. August 1972 kraft Gesetzes zu einem Landkreis mit dem Namen Hochtaunuskreis zusammengeschlossen. Als Sitz der Kreisverwaltung und damit als Kreisstadt wurde die Stadt Bad Homburg vor der Höhe benannt.

Im Jahr 1991 wurde der Hochtaunus bundesweit durch eine Korruptionsaffäre bekannt

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